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Was kostet ein Unternehmensverkauf und wer trägt die Kosten?

Mario Straßberger ·
Aufgeschlagener Ledervertragsordner auf Mahagonischreibtisch mit Füllfederhalter, Eurobanknoten und klassischer Armbanduhr im warmen Licht.

Ein Unternehmensverkauf kostet in der Regel zwischen drei und zehn Prozent des Transaktionswertes, wenn man alle anfallenden Kosten zusammenrechnet. Dazu gehören Beraterhonorare, Notarkosten, Kosten für die Due Diligence sowie steuerliche und rechtliche Begleitung. Wer genau was zahlt, hängt von den Verhandlungen zwischen Käufer und Verkäufer ab. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Kosten eines Unternehmensverkaufs.

Welche Kostenarten fallen beim Unternehmensverkauf an?

Beim Unternehmensverkauf entstehen mehrere Kostenarten gleichzeitig: Beraterhonorare für M&A-Berater oder Headhunter, Kosten für die rechtliche und steuerliche Begleitung, Notargebühren, Ausgaben für die Due Diligence sowie gegebenenfalls Kosten für die Unternehmensbewertung. Hinzu kommen interne Aufwände wie Managementzeit, die während des Prozesses gebunden ist.

Im Einzelnen lassen sich die Kosten in folgende Kategorien einteilen:

  • M&A-Beratung: Honorar für den Berater, der den Verkaufsprozess begleitet und potenzielle Käufer identifiziert
  • Rechtsberatung: Anwaltliche Begleitung für Vertragsgestaltung, Garantieregelungen und Haftungsfragen
  • Steuerberatung: Strukturierung der Transaktion, um steuerliche Nachteile zu vermeiden
  • Unternehmensbewertung: Gutachten, das den fairen Marktwert des Unternehmens ermittelt
  • Due Diligence: Prüfung aller relevanten Unterlagen durch den Käufer oder externe Prüfer
  • Notarkosten: Beurkundung des Kaufvertrages, bei GmbH-Anteilen gesetzlich vorgeschrieben

Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen unterschätzen viele Verkäufer den Gesamtaufwand. Ein realistisches Kostenbudget sollte von Anfang an eingeplant werden, damit keine unangenehmen Überraschungen entstehen.

Wie hoch ist das Honorar eines M&A-Beraters oder Headhunters?

Das Honorar eines M&A-Beraters liegt typischerweise zwischen drei und sieben Prozent des Transaktionswertes, bei kleineren Transaktionen unter einer Million Euro oft als Festbetrag zwischen 20.000 und 80.000 Euro. Die genaue Höhe hängt von der Komplexität des Verkaufs, der Unternehmensgröße und dem Leistungsumfang des Beraters ab.

Die meisten M&A-Berater arbeiten mit einer Kombination aus einem Grundhonorar (Retainer) und einer erfolgsabhängigen Vergütung (Success Fee). Der Retainer sichert die laufende Arbeit ab, die Success Fee fällt nur bei erfolgreichem Abschluss an. Dieses Modell sorgt dafür, dass der Berater ein echtes Interesse am Erfolg der Transaktion hat.

Bei der Suche nach einem Unternehmensnachfolger kommt häufig eine Headhunting-Methodik zum Einsatz, bei der gezielt geeignete Kandidaten oder Investoren angesprochen werden. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn der Verkauf diskret ablaufen soll und keine öffentliche Ausschreibung gewünscht wird.

Was kostet die Due Diligence beim Unternehmensverkauf?

Die Kosten für die Due Diligence beim Unternehmensverkauf liegen in der Regel zwischen 10.000 und 100.000 Euro, abhängig von der Unternehmensgröße, der Komplexität der Geschäftsstruktur und dem Umfang der Prüfung. Bei großen Transaktionen können die Kosten deutlich höher ausfallen.

Die Due Diligence umfasst typischerweise drei Bereiche:

  • Financial Due Diligence: Prüfung der Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Cashflows und Verbindlichkeiten
  • Legal Due Diligence: Analyse von Verträgen, Lizenzen, Rechtsstreitigkeiten und Gesellschaftervereinbarungen
  • Tax Due Diligence: Überprüfung der steuerlichen Situation und möglicher Risiken aus vergangenen Perioden

Träger dieser Kosten ist in der Regel der Käufer, da er das Unternehmen prüft und das Ergebnis für seine Kaufentscheidung nutzt. Der Verkäufer kann jedoch durch eine sorgfältige Vorbereitung der Unterlagen dazu beitragen, den Prüfaufwand zu reduzieren und den Prozess zu beschleunigen.

Wer zahlt die Notarkosten beim Unternehmensverkauf?

Die Notarkosten beim Unternehmensverkauf trägt in der Praxis meist der Käufer, da er den Notar in der Regel beauftragt und der Kaufvertrag in seinem Interesse beurkundet wird. Eine gesetzliche Regelung, die eine Partei zwingend verpflichtet, gibt es nicht. Die Kostentragung ist Verhandlungssache.

Bei der Übertragung von GmbH-Anteilen ist die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages gesetzlich vorgeschrieben. Die Notargebühren richten sich nach dem Geschäftswert, also dem Kaufpreis. Für einen Unternehmensverkauf mit einem Kaufpreis von 500.000 Euro sind Notarkosten von etwa 2.000 bis 4.000 Euro realistisch. Bei höheren Kaufpreisen steigen die Gebühren entsprechend an, allerdings nicht linear.

Neben der Beurkundung des Kaufvertrages können weitere notarielle Leistungen anfallen, etwa wenn Grundstücke mitverkauft werden oder Gesellschafterversammlungen beurkundet werden müssen. Diese Kosten sollten frühzeitig kalkuliert werden.

Trägt der Käufer oder der Verkäufer die Kosten?

Es gibt keine feste Regel, wer beim Unternehmensverkauf welche Kosten trägt. In der Praxis zahlt der Verkäufer die Kosten für M&A-Beratung und Unternehmensbewertung, während der Käufer die Due Diligence und häufig auch die Notarkosten übernimmt. Rechts- und Steuerberatungskosten entstehen auf beiden Seiten.

Die Verteilung der Kosten ist Verhandlungssache und wird im Kaufvertrag geregelt. Folgende Faustregel hat sich in der Praxis bewährt:

  • Verkäuferseite: M&A-Beratung, Unternehmensbewertung, eigene Rechts- und Steuerberatung, Vorbereitung der Datenräume
  • Käuferseite: Due Diligence, Notarkosten, eigene Rechts- und Steuerberatung, Finanzierungskosten

Bei Unternehmensnachfolgen im Mittelstand, wo häufig persönliche Beziehungen zwischen Verkäufer und Nachfolger bestehen, werden Kosten manchmal auch geteilt. Wichtig ist, dass beide Parteien frühzeitig Transparenz über die anfallenden Kosten herstellen, um Konflikte zu vermeiden.

Wie lassen sich die Kosten eines Unternehmensverkaufs reduzieren?

Die Kosten eines Unternehmensverkaufs lassen sich durch gute Vorbereitung, klare Prozesssteuerung und die Wahl geeigneter Berater deutlich reduzieren. Wer frühzeitig alle relevanten Unterlagen zusammenstellt und den Verkaufsprozess strukturiert angeht, spart Zeit und damit Geld.

Konkrete Maßnahmen zur Kostensenkung sind:

  1. Frühzeitige Vorbereitung: Bilanzen, Verträge und Unternehmensdaten rechtzeitig aufbereiten, damit die Due Diligence reibungslos verläuft
  2. Klare Beraterstruktur: Nicht zu viele Berater parallel beauftragen, sondern klare Verantwortlichkeiten definieren
  3. Realistische Bewertung: Eine marktgerechte Preisvorstellung verhindert langwierige Verhandlungen und unnötige Kosten durch mehrfache Prüfungsrunden
  4. Diskreter Prozess: Gezielte Käuferansprache statt breiter Marktansprache spart Aufwand und schützt das Unternehmen
  5. Steuerliche Strukturierung: Die richtige Transaktionsstruktur kann die Steuerlast erheblich senken und damit die Nettoerlöse steigern

Ein erfahrener Berater zahlt sich trotz seines Honorars oft aus, weil er den Prozess effizienter gestaltet, bessere Kaufpreise erzielt und teure Fehler verhindert. Wer den Unternehmensverkauf strategisch plant, ist klar im Vorteil.

Wie Camillo Consult Sie beim Unternehmensverkauf unterstützt

Wir bei Camillo Consult begleiten Unternehmen in Thüringen und Mitteldeutschland bei der Suche nach dem richtigen Nachfolger oder Käufer. Unser Ansatz basiert auf bewährter Headhunting-Methodik: Wir sprechen gezielt geeignete Kandidaten und Investoren an, die wirklich zur Situation Ihres Unternehmens passen, statt breit zu streuen.

Was wir konkret für Sie tun:

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Ob Sie Ihr Unternehmen vollständig verkaufen, einen Teilhaber suchen oder eine geregelte Nachfolge planen: Wir helfen Ihnen, den richtigen Partner zu finden. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und sprechen Sie mit uns über Ihre Situation.

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